Newsletter Herbst/Winter 2013/2014


1. NEU: Oriental Blues

Im  Herbst 2013 erscheint die neue CD "Oriental Blues" NW 233764. Nach den enormen Erfolgen von "Desert Blues" (insgesamt knapp 400 000 verkaufte Doppel-CDs) war diese Reise zur sanften Seite des Orients eine große Herausforderung. Die Herausgeber hatten sich bei dieser Reise Zeit gelassen und wurden sukzessiv fündig: es öffnete sich eine Welt mit Stimmen von unglaublicher Schönheit, mit feinfühligen Arrangements, die uns im schwerelosen Schweben auf den Flügeln der Phantasie zum Duft der Wasserpfeifen am Rande des Grand Bazar in Istanbul, in eine ruhige Oase in Tunesien oder in die endlosen Weiten der Bergwelten am kaspischen Meer verführen. Fernab von staatlicher Zensur und den Argusaugen religiöser Sittenwächter entstanden in der Diaspora auch Lieder, die zum Aufbruch in eine gerechtere Zukunft ermuntern.

 

Cover Oriental Blues

Vor dem Hintergrunde der apokalyptischen Verhältnisse in vielen orientalischen Ländern mag eine Veröffentlichung mit dem Titel "Oriental Blues" zunächst sonderbar anmuten. Aber es gibt auch diese andere, ruhige Seite des Orients mit seinen dem Blues ähnlichen Liedern und Kompositionen, in denen Sehnsüchte, Hoffnungen, Seelenschmerz und dessen Überwindung zum Ausdruck kommen.

Die Globalisierung des Internets hat auch vor dem Orient nicht halt gemacht: Andere Kommunikationsformen, Lebenswelten und Ideenhorizonte sind dadurch zugänglich und präsent als Basis und Vorbilder für neue Lebensentwürfe, veränderte Konsumerwartungen, für gerechtere und egalitäre politische Verhältnisse. Träume sind entstanden, die sich weder durch Gewehre noch durch religiös geprägte Gesetze zerstören lassen. Diese Träume und die Erwartungen eines besseren Lebens existieren weiter, drücken sich auch musikalisch in Balladen aus. Das reicht bei "Oriental Blues" – ohne aktuelle politische Bezüge konzipiert - von symbolischer Poesie des Erkennens fehlgelenkter Träume (Abdelli) über den Wunsch nach Emanzipation der Frau (Iness Mezel) bis zur direkten Aufforderung vor den gesellschaftlich nötigen Veränderungen nicht wegzulaufen ( Karima Nayt).