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Journal Frankfurt

03.12.2010

María Vonlonté, „Portrait“ (Network)
Wenn man wie das im Nordend beheimatete
Network-Label eine Dependance in Süden Kretas hat,
was liegt da näher, als im Anschluss an ein Konzert
in Barcelona die argentinische Sängerin zum Gespräch
nach Griechenland zu bitten? Das Ergebnis dieses magischen Treffens
in Agia Galina ist dieses Portrait einer etwas anderen Tango-Sängerin,
die sich neben Buenos Aires auch in Peru, Portugal, auf Kuba,
in Brasilien und Chile für ihre sinnlichen Lieder inspirieren ließ.
Dank ihres Sideman Kevin Carrel Footer und dessen Mundharmonika
atmet diese Latin-Variante sogar den Blues. (dk)

sound image

10.11.2010

María Volonté - Portrait

Zu bislang unbekannten Musikern von anderen Kontinenten muss man erst einmal einen eigenen Zugang bekommen, muss sich ein eigenes Bild verschaffen, wenn sie hier so plötzlich in der Szene auftauchen.

Bei María Volonté aus Buenos Aires ist das nicht anders. In Südamerika hat die Sängerin bereits eine 30-jährige Bühnen­karriere vorzuweisen, hat dort u.a. den Carlos-Gardel-Preis gewonnen, wurde auch für den Latin Grammy nominiert und hier kannte bislang kaum jemand ihren lautmalerischen Namen. Das soll sich nun ändern.

Einen perfekten Einstieg in die etwas andere Tango-Welt der Argentinierin bietet nun Network Medien aus Frankfurt bzw. die Zweitausendeins-Läden bundesweit. Zusammen mit der Künstlerin hat man zunächst einmal ein Portrait zusammengestellt, das sich aus den bereits erschienen CDs „Yo Soy María”, „9 Vidas”, „Sudestada”, „Tangos y Otras Pasiones”, „Tangos”, „Fulmos” und „Cornisas del Corazon” zusammensetzt und zudem noch ein paar exklusive Neuaufnahmen bietet, die speziell für diesen Sampler konzipiert wurden.

María Volonté fächert den Begriff Tango weit auf, interpretiert die Nationalmusik ihrer Heimat mit einer ganz persönlichen Note und verbindet sie zudem noch mit Condombe-Elementen aus Uruguay oder Bossa Nova aus Brasilien. Selbst eine Art „Latin Blues” ist bei ihr gut aufgehoben, interpretiert mit Mund­harmonika und akustischer Gitarre.

Die 16 Tracks werden dem CD-Titel „Portrait” mehr als gerecht, zeigen sie doch die einen wunderbaren Querschnitt durch das Schaffen dieser exzellenten Musikerin auf.